Traditionelles Shotokan Karate in München

Training

Allgemeines

Das Karate Training wird in 3 Kategorien unterteilt: Kihon, Kata und Kumite.

Kihon ist die Basis. Im Kihon werden die grundlegenden Techniken trainiert, die später ebenfalls für die Ausführung komplexerer Techniken benötigt werden. Ein gutes Kihon bildet die Grundage eines jeden Karatekas. Ein Karateka ohne eine gute Grundlage ist vergleichbar mit einem Schwimmer, der noch nie im Wasser war. Daher legen wir sehr viel Wert auf gutes Kihon.

Bei Kata handelt es sich um die Abfolge mehrerer zusammenhängender Techniken. Kata ist sozusagen ein imaginärer Kampf gegen mehrere Gegner. Bei Kata wird Koordination sowie visuelles Denken besonders gefördert.

Kumite ist die Partnerübung. Hier werden die verschiedenen Techniken sowohl in der Abwehr als auch im Angriff am Partner geübt. Im Kumite soll der Karateka Distanzgefühl und Kontrolle erlernen. Da Karate ein(e) Kampfsport/Kampfkunst ist, wo man lernt, sich gegen Angreifer zu verteidigen, sei es bei einem Wettkampf oder auf der Straße, ist Kumitetraining unumgänglich. Allerdings achten wir sehr darauf, dass sich beim Training keiner verletzt. Anfänger werden langsam ans Kumite herangeführt und brauchen daher keine Angst haben, mit irgendwelchen Verletzungen nach Hause gehen zu müssen. Generell ist die Verletzungsgefahr im Karate glücklicherweise niedriger als in anderen Sportarten.

Alle drei Übungsbereiche bedingen sich gegenseitig. Ein guter Karateka trainiert stets alle Bereiche, egal welche Graduierung er hat. Ohne Kihon ist kein Kata möglich. Und ohne Kata und Kihon ist kein Kumite möglich. Wir versuchen stets das Training abewchslungsreich und lehrreich zu gestalten, so das keine Langeweile aufkommt.


Training

"Karate beginnt mit Höflichkeit und endet mit Höflichkeit" – Diesen 1. Grundsatz von Gichin Funakoshi vergessen leider allzuviele. In unserem Verein ist die Dojo Etikette sehr wichtig! Sobald die Halle betreten oder verlassen wird, wird sich verbeugt. Durch diese Geste werden alle Anwesenden im Dojo gegrüßt. Ebenfalls ist das gemeinsame Grußritual vor Trainingsbeginn und beim Trainingsende wichtiger Bestandteil des Tainings.

Das Training beginnt mit einer gemeinsamen Erwärmung. Durch unterschiedliche Lauf-, Spring- und Dehnungsübungen, werden die Muskeln gelockert und der Körper auf "Betriebstemperatur" gebracht. Danach folgt das Techniktraining. Je nach Graduierung werden unterschiedliche Techniken und Kombinationen auf verschiedenen Niveaus geübt. Wie oben erwähnt, wird beim Karate Kihon, Kata und Kumite trainiert. Je nach Fähigkeit, fällt es dem einen leichter Kata zu erlernen und dem anderen, Kumite. Wir schauen deshalb stets auf jeden einzelnen und versuchen individuell seine Stärken auszubauen und die Schwächen auszubügeln. Da Kraft ein wichtiger Faktor und ein wesentlicher Bestandteil in jeder Kampfkunst ist, gibt es meist am Ende des Techniktrainings Krafttraining. Vor allem in der Unterstufe ist das sehr wichtig, um den Körper zu größeren Leistungen zu bringen und ihn an die im Karate nötige Ausdauer zu gewöhnen.

Zum Schluss noch einige Sachen, die man beachten sollte. Jeder Karateka sollte spätestens 15 Minuten vor Trainingsbeginn umgezogen sein und am besten schon ein paar Lockerungsübungen durchführen. Wenn es zeitlich nicht anders geht, ist Zuspätkommen kein Problem. Jedoch sollte man sich nach dem Betreten der Halle verbeugen und sich solange im Seiza hinsetzen, bis der Sensei einen auffordert, dem Training beizutreten. Sich einfach beim Training "hineinzuschleichen" ist sehr unhöflich und widerspricht unserer Dojo Etikette.