Anlässlich des 30. Geburtstag des Palocbrot Karate Dojo in Salgotarjan fand ein hochkarätiger Lehrgang mit Sawada Sensei übers Wochenende in Ungarn statt. Natürlich ließen wir uns diesen nicht nehmen und fuhren im Viererpack 9 Stunden quer durch Europa. Leider fanden wir den Weg nicht auf Anhieb (Stichwort Kreisverkehr – diejenigen wissen was gemeint ist
) und konnten somit nicht beim ersten Training dabei sein, aber das war gar nicht schlimm. Nach 1.5h Training hatte man dann doch die anstrengende Fahrt deutlich gemerkt. Am Abend fielen wir wie tot ins Bett und sind dafür am nächsten Tag durchgstartet. Bei allen Trainingseinheiten hat man gemerkt das es dem Sensei nicht darum ging einem auszupowern, sondern den richtigen Energiefluss beizubringen. Und wieder wurde einem klar, dass in Deutschland so etwas viel zu wenig praktiziert wird. Es wird viel zu sehr auf Ausdauer und Kondition trainiert, aber wie man richtig atmet und wie man den Chi-Fluss steuert wird einem kaum beigebracht. Nach 6h Training und Feuer in den Beinen ging es am Abend auf eine kleine Party. Für die Ungarn sehr typisch wurde man sehr gastfreundlich empfangen. Ordentlich gedeckte Tische mit Namenskärtchen und Menu ließen eher auf eine gehobene Feier deuten als eine “Saufparty”. Ein Lob muss man den Ungaren aber aussprechen, der Lehrgang war von vorn bis hinten sehr gut organisiert. Nach dem Training am Sonntag verließen wir das kleine sonnige Örtchen Richtung schneebedecktes München und freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen beim Gasshuku.
Oss




