Anlässlich des 30. Geburtstag des Palocbrot Karate Dojo in Salgotarjan fand ein hochkarätiger Lehrgang mit Sawada Sensei übers Wochenende in Ungarn statt. Natürlich ließen wir uns diesen nicht nehmen und fuhren im Viererpack 9 Stunden  quer durch Europa. Leider fanden wir den Weg nicht auf Anhieb (Stichwort Kreisverkehr – diejenigen wissen was gemeint ist ;) ) und konnten somit nicht beim ersten Training dabei sein, aber das war gar nicht schlimm. Nach 1.5h Training hatte man dann doch die anstrengende Fahrt deutlich gemerkt. Am Abend fielen wir wie tot ins Bett und sind dafür am nächsten Tag durchgstartet. Bei allen Trainingseinheiten hat man gemerkt das es dem Sensei nicht darum ging einem auszupowern, sondern den richtigen Energiefluss beizubringen. Und wieder wurde einem klar, dass in Deutschland so etwas viel zu wenig praktiziert wird. Es wird viel zu sehr auf Ausdauer und Kondition trainiert, aber wie man richtig atmet und wie man den Chi-Fluss steuert wird einem kaum beigebracht. Nach 6h Training und Feuer in den Beinen ging es am Abend auf eine kleine Party. Für die Ungarn sehr typisch wurde man sehr gastfreundlich empfangen. Ordentlich gedeckte Tische mit Namenskärtchen und Menu ließen eher auf eine gehobene Feier deuten als eine “Saufparty”. Ein Lob muss man den Ungaren aber aussprechen, der Lehrgang war von vorn bis hinten sehr gut organisiert. Nach dem Training am Sonntag verließen wir das kleine sonnige Örtchen Richtung schneebedecktes München und freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen beim Gasshuku.

Oss

10. März. 2010

70 Jahre in denen Sensei Ochi uns allen einen Weg gezeigt hat was man im Leben erreichen kann wenn man sich nicht beirren lässt und immer an seinen Weg, und seinen Träumen festhält.

70 Jahre in denen Sensei Ochi auch so manches Hindernis auf seinem Weg hatte, aber die in alle nicht bremsen konnten. Immer war er bemüht jedem zu helfen und ein Vorbild zu sein, und doch haben ihn viele missverstanden in seiner höflichen Art die Dinge zu richten und uns Geduld zu lehren.

Von all den jungen Instruktoren, die Ende der 60er Jahre in die Welt hinaus geschickt worden sind, ist Sensei Ochi der einzige dessen Lebenswerk noch heute bestand hat. Nicht nur das wir eine große Familie innerhalb des DJKB sind, und dies ist wörtlich zu nehmen, sondern auch die vielen zukunftsweisenden Ideen die er umgesetzt hat. So z.B. war Sensei Ochi der Initiator des Gasshuku, der heute zwar Weltweit kopiert wird, aber nirgends das Flair von Deutschland hat. Jedes Jahr ist Sensei Ochi bemüht uns neue Inspirationen aus Japan näher zu bringen. Jedes Jahr folgen andere Karatekas aus Japan seinem Ruf und kommen nach Deutschland um hier einen Massenauflauf zu sehen den es nicht einmal in Japan gibt. Am Tage hart zusammen zu trainieren und abends „hart“ zusammen zu feiern.

Auch ist Sensei Och weltweit für das Karate unterwegs. Stets nur darauf bedacht uns einander näher zu bringen. Es ist fast unmöglich aufzuzählen was er alles macht, und schon gemacht hat. Kinderwaisenhaus in Kambodscha, oder Hilfsprogramme in Afrika, oder als Chef der Europäischen JKA. Und nicht zu vergessen die große Anzahl der Lehrgänge die er hier in Deutschland gibt.

Sensei Ochi vereint die Grundsätze des Dojogun täglich in seinem Leben; Höflichkeit, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft und dabei immer ganz leise, fast schon so als wenn es ihn gar nicht gäbe. Aber es gibt ihn und wir sollten ihm ein bisschen öfter zuhören. Wir können so viel von ihm lernen.

So war es auch nur eine Pflicht für Sensei Tsuyama direkt aus Japan zu kommen, und persönlich zu gratulieren, genauso wie Sensei Sugimura aus der Schweiz und viele, viele seiner Weggefährten.

Ich wünsche ihm viel Gesundheit und nochmal 70 Jahre , die aber auch nicht ausreichen werden uns all sein Wissen zu lehren, und all seine Träume noch zu verwirklichen.

In tiefer Verbeugung, OSS

09. März .2010

Letzte Woche hatten wir das Vergnügen einen Schüler von Naka Sensei bei uns begrüßen zu dürfen. Sumiki kam aus beruflichen Gründen nach München und nutzte dabei gleich die Gelegenheit um zu schauen wie in Deutschland “trainiert” wird. Anfangs noch sehr zurückgehalten, entfaltete er sich schnell und fühlte sich nach einiger Zeit auch sofort wie zuhause. Um das Ganze noch abzurunden, konnte sich Sumiki noch mit einigen unserer Mitglieder, die dieses Jahr noch nach Japan reisen, auf japanisch unterhalten. Natürlich hatte Sumiki auch die Ehre einmal Training geben zu dürfen. Typisch japanisch legte er viel wert auf Grundschule und machte viele Kombinationen aus Oi Tsuki und Mae Geri. Am letzten Abend gab es noch Besuch aus Bad Camberg von Patrick, der im Wechsel mit Peter und Sumiki Training gab. Das Training wurde dadurch aufgelockert und sehr abwechslungsreich. Wir freuen uns auch in Zukunft darauf zahlreiche nationale sowie internationale Gäste bei uns begrüßen zu dürfen. Fotos findet ihr wie immer in unserer Galerie.

29.Januar 2010

Sensei Shinji Akita, 5. DAN, kam am 3. Oktober 2009 zu einem besonderen Anlass nach München. Die JKA München wurde neu gegründet und veranstaltete zum ersten Mal einen Lehrgang. Da noch überhaupt keine Erfahrungen im Bereich “Lehrgang geben” vorlagen war die Anspannung und Aufregung seitens der Mitglieder, die bei der Vorbereitung mitgeholfen haben, besonders groß. Wieviele werden wohl kommen? War genug Verpflegung für die Gäste da? Reichen die Sitzplätze aus? War an alles gedacht? Als die ersten Gäste dann endlich eintrudelten legte sich die Nervosität und es wurde schon fast wie Routine.
Sensei Akita war zum ersten Mal in München. Grund genug für viele sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Viel Wert wurde bei diesem Lehrgang auf die Grundhaltung gelegt. Fast jeder von uns konnte selbst bei den kleinsten Übungen Fehler an sich selbst feststellen, die einem davor gar nicht bewusst geworden sind. Durch “ishiki”, also das bewusste Konzentrieren auf etwas, sollten die Fehler ausgemerzt werden. Die Trainingseinheiten waren schweißtreibend und lehrreich zugleich. Nach dem Training wars aber noch lange nicht vorbei. Mit dem Sensei ging es dann noch aufs Oktoberfest. Die Stimmung war echt toll und für den Sensei war das bestimmt ein unvergessliches Erlebnis. Am Ende dieses langen Tages konnte eine positive Bilanz gezogen werden. Das Training war klasse, die Organisation war recht gut gelungen und alles verlief ohne Probleme. Hier nochmal einen riesen großen Dank an alle die an dem Lehrgang teilgenommen haben, von weit hergereist kamen und natürlich auch an unsere fleißigen Helferlein. Wir hoffen ihr hattet Spaß und seid nächstes Jahr wieder dabei.

OSS, JKA München